Spitzenrisiken abfedern – die kvw-Beihilfeumlagegemeinschaft

Spitzenrisiken abfedern und die Verlässlichkeit bei den Haushaltsplanungen im Bereich der Beihilfen steigern – ein Wunsch nahezu aller Bürgermeisterinnen und Bürgermeister, Geschäftsführerinnen und Geschäftsführer, Kämmerer und Personalverantwortlicher. Mit der Beihilfeumlagegemeinschaft bieten die kvw ein Produkt an, das beide Herausforderungen genau in den Blick nimmt.

Mehr als 150 Kommunen, Einrichtungen und Sparkassen haben sich mittlerweile der kvw-Beihilfeumlagegemeinschaft angeschlossen. Warum ist die Resonanz auf den im Juli 2011 ins Leben gerufenen neuen Abrechnungsverband der kvw-Beihilfekasse in Westfalen-Lippe so enorm positiv? Es ist der Grundgedanke vor allem die kostenintensiven Spitzenrisiken gemeinschaftlich und solidarisch aufzufangen.

Dies ist für viele genau der richtige Weg. Denn Umlagegemeinschaften, wie sie in der kvw-Beamtenversorgung oder auch bei der Finanzierung der Krankheitsaufwendungen für Asylbewerber organisiert sind, haben einen guten Ruf. Und gerade im Beihilfenbereich gewinnt die Absicherung kaum kalkulierbarer Risiken durch die demographischen Entwicklungen zunehmend an Bedeutung.

Kosten für eingetretene Spitzenrisiken (Beispiele)

Erkrankungen Aufwendungen  
Frühgeburt 100.000 €  
Arzneimittel bei Knochenmarkkrebs 140.000 € (pro Jahr)  
Arzneimittel Störung Blutgerinnung 560.000 € (pro Jahr)  
Arzneimittel Fettstoffwechselstörung 720.000 € (pro Jahr)  
Immuntoleranztherapie (bei Blutgerinnungsstörung) 1 Mio. € pro 10 kg Gewicht  

Haushaltsrisiken also verlässlicher abfedern. So berücksichtigen die Kommunen und Einrichtungen in der Praxis bei ihren Haushaltsaufstellungen stets durchschnittliche Beihilfeaufwendungen. Unerwartete Kosten für eine schwere Erkrankung eines Beihilfeberechtigten können dann schnell den Haushalt sprengen, eine Nachtragssatzung erforderlich machen und gerade in Zeiten „knapper Kassen“ zum Aufschieben notwendiger Investitionen führen.

 

Das Modell der kvw-Beihilfeumlagegemeinschaft

Die kvw-Beihilfeumlagegemeinschaft umfasst alle Beihilfeaufwendungen der Mitglieder für ihre Beamten und privatversicherten Angestellten ohne Zuschuss nach § 257 SGB V mit einem beamtenähnlichen Beihilfeanspruch  (Umlagegruppe I) sowie alle Beihilfeaufwendungen für ihre Versorgungsempfänger (Umlagegruppe II). Die Mitglieder treten der kvw-Beihilfeumlagegemeinschaft mit allen Berechtigten bei. Ausnahme Bestandsfälle: Nicht berücksichtigt werden Beihilfeberechtigte, wenn sie inklusive der berücksichtigungsfähigen Angehörigen in den letzten drei Haushaltsjahren vor dem Beitritt eines Mitglieds in die Umlagegemeinschaft Beihilfeleistungen von über 30.000 Euro jährlich erhalten haben. Die Beihilfen für diesen Personenkreis werden weiterhin im Wege der Erstattung abgerechnet.

Zusammensetzung der Mitglieder der kvw-Beihilfeumlagegemeinschaft nach Rechtsform

So werden die Mitglieder der kvw-Beihilfeumlagegemeinschaft vor hohen Kosten aus bereits existierenden Bestandsfällen neu hinzukommender Mitglieder geschützt. Gleiches gilt für die in der Satzung der Kommunalen Versorgungskassen Westfalen-Lippe verankerte Ausgleichsverpflichtung, die Neumitglieder mit überdurchschnittlich hohen Beihilfeaufwendungen zur Sicherung stabiler Umlagesätze zu leisten haben.

Die Mitglieder zahlen für jeden Berechtigten monatliche Abschläge auf den zu erwartenden Beihilfeaufwand und die Verwaltungskosten. Zur Sicherung der Liquidität erheben die kvw einen Zuschlag von 3 %. Im Umlageverfahren der kvw-Beihilfekasse ist die Kündigung erstmals im fünften Jahr der Mitgliedschaft zum Schluss des siebten Jahres der Mitgliedschaft möglich; für die nachfolgenden Zeiträume gilt die allgemeine Kündigungsfrist der kvw-Beihilfekasse (Siehe FAQ: "Mitgliedschaft (Kündigung)").

Meldeschluss für die Mitgliedschaft in dem Abrechnungsverband ist jeweils der 31.07. für das kommende Wirtschaftsjahr. Ein unterjähriger Beitritt ist nicht möglich.

Umlagesätze im Wirtschaftsjahr 2016 inkl. Verwaltungskosten:

// Umlagegruppe I:    2.494,79 €   
// Umlagegruppe II:   7.515,56 €  

Haben Sie Fragen?

Mitgliedschaften

Ulrich Kleyboldt (0251) 591-6851 u.kleyboldt@kvw-muenster.de

Beihilferechtliche Angelegenheiten

Ursula Gabler (0251) 591-4474 u.gabler@kvw-muenster.de