Ihr kvw-Versorgungsfonds

Auch nach Einführung des NKF ist es für Kommunen und kommunale Einrichtungen wichtig, für künftig steigende Verpflichtungen aus der Beamtenversorgung finanziell vorzusorgen. Ohne Gefährdung der kommunalen Handlungsfähigkeit kann dies nur durch die rechtzeitige Ansammlung fungiblen Vermögens geschehen.

Die kvw als Ihr Partner für die Beamtenversorgung bietet Ihnen mit dem kvw-Versorgungsfonds ein optimales Instrument für den Aufbau fungiblen Vermögens zur Deckung künftiger Pensionslasten für die Beamtinnen und Beamten kommunaler Arbeitgeber an.

Ihre Vorteile

  • Höhe und Zeitpunkt der Ein- und Auszahlungen sind frei bestimmbar
  • Die kvw akzeptiert auch eine Selbstbindung der Mitglieder
  • Der kvw-Versorgungsfonds ist ein langfristiger Spezialfonds für die kommunale Beamtenversorgung
  • Geringe Administrationskosten, keinerlei Vertriebskosten
  • In der Bilanz können Anteile am Fonds zu Anschaffungskosten auf der Aktivseite abgebildet werden
  • Konservative Anlagepolitik nach Versicherungsaufsichtsgesetz
  • Ständige Überwachung der Anlagerichtlinien durch die kvw ist gewährleistet
  • Wegen hoher Anlagesumme ist eine breite Streuung und somit eine gute Risikodiversifikation möglich
  • Gute Ergebnisse auch in den bisherigen Finanzkrisen
  • Anlage im kvw-Versorgungsfonds ist nicht ausschreibungspflichtig
  • Die kvw ist selbst auch kommunal

Struktur und Aufbau des kvw-Versorgungsfonds

Portfolio des kvw-Versorgungsfonds - Stand 12/2015

Sie haben Fragen zum Versorgungsfonds?

Grundsätzliches

Auflegung

Der kvw-Versorgungsfonds wurde 1998 zur Ansparung der sog. „Kanther‑Rücklage“ aufgelegt. Rechtsgrundlage hierfür ist das „Gesetz zur Errichtung von Fonds für die Versorgung in Nordrhein-Westfalen (Versorgungsfondsgesetz – EfoG)“ vom 20. April 1999.

 

Die Ansammlung dieser Rücklage erfolgte seit 1999 zunächst auf der Basis einer Einzahlung von 0,2 % der Ist-Ausgaben des Vorjahres für Beamte und Versorgungsempfänger. Dieser Prozentsatz sollte sich jährlich um 0,2 % erhöhen. Mit Inkrafttreten des Versorgungsänderungsgesetzes 2001 mit Wirkung vom 01.01.2002 wurde der bis zum 31.12.2002 erreichte Faktor festgeschrieben. Für die Zuführung zur Versorgungsrücklage wurde somit der Prozentsatz von 0,8 % zunächst nicht weiter erhöht und blieb in den folgenden Jahren bis nach der achten Besoldungsanpassung konstant. Nach § 14a Abs. 3 Bundesbesoldungsgesetz (BBesG) war allerdings eine weitere Aufstockung des Zuführungsbetrages zur Versorgungsrücklage vorgesehen. Danach waren 50 % der durch das Versorgungsänderungsgesetz eingesparten Versorgungsausgaben für den o.g. Zeitraum von acht allgemeinen Besoldungsanpassungen der Versorgungsrücklage zuzuführen.

Rechtsgrundlagen

Mit Wirkung vom 01. Januar 2005 trat das Gesetz über ein Neues Kommunales
Finanzmanagement für Gemeinden im Land Nordrhein-Westfalen (NKFG NRW)
in Kraft.

 

Mit der Einführung des NKFG NRW entfiel für Kommunen die Verpflichtung zur Bildung einer Sonderrücklage nach dem EFoG, also zur Ansammlung fungiblen Vermögens zur Abdeckung künftiger Pensionsverpflichtungen. Nach dem NKFG sollen nunmehr die Pensionsverpflichtungen auf der Passivseite bilanziert werden. Diesen Verpflichtungen sollen Aktiva gegenüberstehen, die sicherstellen, dass die jederzeitige Erfüllbarkeit dieser Verpflichtungen gewährleistet ist. Allerdings steht die Deckung der Pensionsverpflichtungen überwiegend nur fiktiv in den Büchern; sie ist tatsächlich nicht vorhanden, weil die Vermögensgegenstände auf der Aktivseite häufig nicht fungibel sind, d.h. nicht für die Zwecke der Beamtenversorgung veräußert werden können.

 

Das Gesetz über die kommunalen Versorgungskassen und Zusatzversorgungskassen im Land Nordrhein-Westfalen (Art. 9 des NKFG NRW) räumt den kommunalen Versorgungskassen die Möglichkeit ein, für ihre Mitglieder treuhänderisch eine Versorgungsrücklage zu verwalten (§ 2 Abs. 5).

 

Somit wird den Kommunen auch weiterhin die Möglichkeit eingeräumt, für ihre Versorgungslasten fungibles Vermögen anzusammeln und durch die kvw verwalten zu lassen.

Einzahlungen

Angesichts der künftig deutlich steigenden Belastungen empfiehlt die kvw‑Beamtenversorgung jährlich ihren Mitgliedern, weiterhin zumindest die bisherigen Pflichtzuführungen und – soweit finanziell vertretbar – auch noch zusätzliche Zahlungen in den Versorgungsfonds zu leisten.

 

Das Fondsvermögen beläuft sich derzeit auf rund 570 Mio. Euro (Stichtag: 31.05.2016). Die Rendite des Versorgungsfonds lag in den letzten zehn Jahren, die durch mehrere Finanzkrisen geprägt waren, bei etwa 4,0 % p.a. Dem Fonds gehören insgesamt 260 Mitglieder an.

 

Auszahlungen aus dem Fonds sind möglich. Das Mitglied kann seine Fondsanteile von der kvw-Beamtenversorgung schriftlich unter Beachtung der in § 47 Abs. 2 der kvw Satzung festgelegten Kündigungsfristen zurückfordern:

 

  • Bis zu einer Million Euro Kurswert mit einer Frist von zwei Wochen jeweils zum Monatsende
  • Bis zu 5 Millionen Euro Kurswert mit einer Frist von einem Monat jeweils zum Monatsende
  • Darüber hinausgehende Beträge mit einer Frist von zwei Monaten jeweils zum Quartalsende

 

Es werden den Mitgliedern keinerlei Kosten für die Verwaltung des Fonds seitens der kvw-Beamtenversorgung in Rechnung gestellt.

Wertgrenzen

Nach der Verordnung über die Anlage des gebundenen Vermögens von Versicherungsunternehmen (AnlVO) müssen folgende Grenzen beachtet werden:

 

  • Mindestens 80 % des Vermögens müssen in EURO angelegt sein
  • Bis zu 5 % des Vermögens darf in Hochzinsanleihen (sog. High-Yield Bonds) mit einem Mindestrating von „B“ angelegt werden
  • Die Aktienquote inklusive der Hochzinsanleihenquote darf nicht höher als 35 % sein
  • Ziel des Fonds muss eine Risikobegrenzung durch Diversifikation sein

 

Diese Anlagegrenzen sind für das Fondsmanagement durch vertragliche Regelungen verbindlich und werden laufend kontrolliert, um bei Bedarf gegensteuern zu können. So wird gewährleistet, dass das Portfolio stets breit diversifiziert und das Risiko somit größtmöglich gestreut ist.

Wertentwicklung des Fonds in % von 1999-2016

Renditeverlauf des kvw-Versorgungsfonds - Stand 30.11.2016

Wertuntergrenze

Mitte Juni 2012 wurde für den kvw-Versorgungsfonds eine Wertsicherung in Form einer Wertuntergrenze eingeführt. Im Rahmen dieser Wertsicherung wird das Management des kvw-Versorgungsfonds so kontrolliert, dass der Fondspreis in jedem Jahr mit einer hohen Wahrscheinlichkeit nicht mehr als 5 % gegenüber dem Jahresanfangswert verlieren kann.

Informationen

Einen veröffentlichten Artikel mit dem Thema der Vorsorge gegen steigende Pensionslasten finden Sie hier.

Sie haben noch weitere Fragen zum kvw-Versorgungsfonds? Unsere FAQ helfen Ihnen weiter!

zu den FAQ's

Weitere Informationen zum Thema Pensionsrückstellungen finden Sie hier.

Haben Sie Fragen zum kvw-Versorgungsfonds?

Klaus Dömer (0251) 591-3991 k.doemer@kvw-muenster.de
Ralf Lammerding (0251) 591-5742 r.lammerding@kvw-muenster.de