Überleitung von Anwartschaften bzw. Anerkennung von Versicherungszeiten bei Arbeitgeberwechsel

Wenn Sie im Laufe Ihres Arbeitslebens Ihre Arbeitgeber gewechselt haben und dadurch bei verschiedenen kommunalen und kirchlichen Zusatzversorgungskassen versichert waren, beantragen Sie die Überleitung Ihrer Anwartschaften beziehungsweise die Anerkennung Ihrer Versicherungszeiten. Hierdurch wird sichergestellt, dass beim Eintritt des Rentenfalls alle Versicherungszeiten berücksichtigt werden. Zuständig für die Bearbeitung ist immer die zeitlich letzte Zusatzversorgungskasse.

 

Link zum Antrag auf Überleitung bzw. gegenseitige Anerkennung

 

Die Überleitungsvereinbarung gilt seit dem 1.9.2009 auch für Anwartschaften, die Ihnen im Zusammenhang mit einem durchgeführten Versorgungsausgleich von Ihrem geschiedenen Ehepartner übertragen wurden.

Warum wird eine Überleitung durchgeführt?

Die vollständige Übertragung bietet für den Versicherten die Vorteile, dass

1) nicht je Zusatzversorgungskasse die Wartezeit erfüllt werden muss, sondern die Versicherungszeiten insgesamt bei der zuletzt zuständigen Zusatzversorgungskasse gesammelt werden.

2) Ihnen durch einen Kassenwechsel beim Eintritt des Rentenfalls keine Nachteile entstehen.

3) Sie einen besseren Überblick über Ihre Versorgungsanwartschaften bewahren können.

4) Sie beim Eintritt des Rentenfalls nur einen Rentenantrag stellen müssen.

Ich habe bisher keinen Antrag gestellt. Kann ich das nachholen?

Der Antrag auf Überleitung beziehungsweise gegenseitige Anerkennung kann jederzeit nachgeholt werden.

 

Sind die jeweiligen Überleitungen beziehungsweise die gegenseitige Anerkennung bei Eintritt des Rentenfalls allerdings noch nicht durchgeführt, kommt es zu einer Verzögerung der Bearbeitung des Rentenantrags.

Was beachte ich bei Arbeitgeberwechsel?

Ich habe einen Vertrag in der Freiwilligen Versicherung abgeschlossen. Was muss ich tun bei Arbeitgeberwechsel?

Zunächst muss unterschieden werden, ob der Arbeitgeberwechsel innerhalb des öffentlichen Dienstes stattfindet und eine kommunale oder kirchliche Zusatzversorgungskasse zuständig bleibt. Oder ob der Wechsel statfindet zu einem Arbeitgeber außerhalb des öffentlichen Dienstes.

Weitere Informationen finden Sie auf hier

Welche Zusatzversorgungseinrichtungen sind beteiligt?

Kommunale und kirchliche Zusatzversorgungskassen

  • Zusatzversorgungskasse der Gemeinden und Gemeindeverbände in Darmstadt (zvk-Darmstadt)
  • Zusatzversorgungskasse des
    Kommunalen Versorgungsverbandes Baden-Württemberg (ZVK-KVBW)
  • Zusatzversorgungskasse der Gemeinden und Gemeindeverbände des Reg.- Bezirks Kassel (KVK Kassel ZusatzVersorgung)
  • Rheinische Zusatzversorgungskasse für Gemeinden und Gemeindeverbände (RZVK)
  • Zusatzversorgungskasse der bayerischen Gemeinden (ZVK-BVK)
  • Kommunale Zusatzversorgungskasse Westfalen-Lippe (kvw-Zusatzversorgung)
  • Ruhegehalts- und Zusatzversorgungskasse des Saarlandes; Abteilung Zusatzversorgung (RZVK Saar)
  • Zusatzversorgungskasse der Gemeinden und Gemeindeverbände in Wiesbaden (ZVK-WI)
  • Kommunaler Versorgungsverband Thüringen - Zusatzversorgungskasse - (KVT-ZVK)
  • Kommunaler Versorgungsverband Sachsen - Zusatzversorgungskasse - (KV-Sachsen)
  • Kommunaler Versorgungsverband Brandenburg - Zusatzversorgungskasse - (KVBBG)
  • Kommunaler Versorgungsverband Sachsen-Anhalt - Zusatzversorgungskasse - (KVSA)
  • Kommunale Zusatzversorgungskasse Mecklenburg-Vorpommern (ZMV)
  • Zusatzversorgungskasse der Stadt Emden
  • Zusatzversorgungskasse der Stadt Frankfurt/Main
  • Zusatzversorgungskasse der Stadt Hannover (ZVK-Hannover)
  • Zusatzversorgungskasse der Stadt Köln (ZVK Köln)
  • Evangelische Zusatzversorgungskasse Darmstadt (EZVK)
  • Zusatzversorgungskasse der
    Evangelisch‑Lutherischen Landeskirche Hannovers
  • Kirchliche Zusatzversorgungskasse Rheinland-Westfalen AöR (KZVK Dortmund)
  • Kirchliche Zusatzversorgungskasse Baden (KZVK Baden)
  • Kirchliche Zusatzversorgungskasse des Verbandes der Diözesen Deutschlands
  • ZVK-Sparkassen
  • Zusatzversorgungskasse der Landesbank Baden-Württemberg

 

Sonstige Zusatzversorgungseinrichtungen

Bei diesen zwei Versorgungseinrichtungen gelten besondere Regelungen. 
Bitte setzen Sie sich vorher mit  der entsprechenden Einrichtung in Verbindung, um die Überleitungsmöglichkeiten zu klären:

  • Versorgungsanstalt der Deutschen Bundespost, Stuttgart
  • Zusatz-Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See mit folgenden Zweigstellen: Bezirksdirektion Berlin, Karlsruhe, Kassel, Münster, Rosenheim und Wuppertal
  • Versorgungsanstalt der
    deutschen Bühnen
  • Versorgungsanstalt der
    deutschen Kulturorchester

 

Was sind die Besonderheiten beim Wechsel von oder zur VBL?

Eine Überleitung ist nur möglich, wenn der überzuleitende Zeitraum vor dem 1. Januar 2002 endete.

 

Endete der überzuleitende Zeitraum ab dem 1. Januar 2002 findet keine Überleitung Ihrer Versorgungsanwartschaften statt. Hier erfolgt die gegenseitige Anerkennung der Versicherungszeiten. Erfüllen Sie mit den Versicherungszeiten der VBL die Wartezeit von 60 Monaten, haben Sie bei den Kassen, bei denen Sie versichert waren, einen Betriebsrentenanspruch. Im Rentenfall stellen Sie an beide Kassen einen Rentenantrag. Jede Kasse zahlt die bei ihr erworbene Rentenleistung aus.

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