Refinanzierung

Wie werden Beamtenversorgung,  Beihilfen, Kindergeld und Betriebsrenten refinanziert?

Informieren Sie sich hier zu den jeweiligen Bereichen ausführlicher:

 

kvw-Beamtenversorgung

 

kvw-Beihilfe- & Familienkasse

 

kvw-Betriebsrente

Refinanzierung Beamtenversorgung

kvw-Beamtenversorgung

Die für die Versorgungszahlungen benötigten Mittel werden durch eine Umlage mit dem entsprechenden Satz für die jeweilige Umlagegemeinschaft erhoben. Um eine höhere Beitragsgerechtigkeit und eine größere Planungssicherheit zu gewährleisten, wurde zum 01.01.2007 ein modifiziertes Umlageverfahren eingeführt.

Kombiniertes Verfahren für mehr Gerechtigkeit

Dem Unterschied zwischen planbaren Aufwendungen und den nicht planbaren oder errechenbaren Aufwendungen soll durch den Einsatz des kombinierten Umlage-/ Erstattungsverfahrens stärker Rechnung getragen werden.

So wird beispielsweise der Versorgungsaufwand ab Erreichen der Regelaltersgrenze im Wege der Erstattung abgerechnet und eine nicht vorhersehbare vorzeitige Dienstunfähigkeit im Rahmen der Umlageabrechnung solidarisch finanziert.

 

Neben den Mitgliedern, die nach diesem kombinierten Umlage-/ Erstattungsverfahren abrechnen, gibt es Mitglieder, die ihren Versorgungsaufwand ausschließlich im Wege der Erstattung aufbringen.

 

Unabhängig von dem Anspruch auf mehr Gerechtigkeit bei der Finanzierung der Versorgungsleistungen soll der Gedanke an eine (Teil-) Kapitaldeckung für den planbaren Versorgungsaufwand gefördert werden. Für das Erreichen dieses Ziels bieten sich Einzahlungen in den kvw-Versorgungsfonds an, der speziell für diesen Zweck gegründet wurde. Dort können die Mitglieder durch entsprechende Einzahlungen den Grad der Kapitaldeckung ihrer planbaren  Versorgungsaufwendungen selbst bestimmen.

 

Informieren Sie sich hier über den kvw-Versorgungsfonds

Mitglieder in der Erstattung und der Umlagegemeinschaft

Mitglieder in der Umlagegemeinschaft sind

  • kreisangehörige Städte und Gemeinden
  • Kreise

 

Erstattungsmitglieder sind

  • AOK NordWest
  • frühere Lehrer der Städte und Kreise
  • ehemalige Versorgungs- und Umweltverwaltungen
  • Handwerk
  • Korporationen
  • kreisfreie Städte
  • Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL)
  • Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen
  • sonstige öffentlich-rechtliche Körperschaften
  • Sparkassen
  • ehemalige Mitglieder und abzuwickelnde Versorgungsfälle

Mitglieder der Beamtenversorgung

Für derzeit 504 Mitglieder betreut die kvw-Beamtenversorgung 16.061 Pensionäre und Hinterbliebene und zahlt jährlich rund 579,35 Mio. Euro Versorgungsleistungen aus.

Mitgliederentwicklung in der kvw-Beamtenversorgung ab 2010
zur kvw-Beamtenversorgung

Haben Sie Fragen zur Refinanzierung der Beamtenversorgung?

Karina Lömke (0251) 591-3994 k.loemke@kvw-muenster.de

Refinanzierung Beihilfe- und Familienkasse

kvw-Beihilfe- &

kvw-Familienkasse

Die Gewährung von Beihilfen in Krankheits-, Pflege-, Geburts- und Todesfällen beruht auf der Fürsorgepflicht des Dienstherrn gegenüber seinen Beamten, die in der gesetzlichen Krankenversicherung versicherungsfrei sind.

Die kvw-Familienkasse setzt im Auftrag ihrer Mitglieder Kindergeld nach dem Einkommensteuergesetz fest und zahlt es an die Berechtigten aus.

Beihilfe

Der Dienstherr übernimmt anstelle eines anteiligen Krankenversicherungsbeitrags mit der Beihilfe einen Teil der im Einzelfall entstandenen Krankheitskosten. Die Beihilfe ergänzt damit die zumutbare Eigenvorsorge des Beamten für den Krankheitsfall, die aus den Dienstbezügen zu bestreiten ist und regelmäßig im Abschluss einer ergänzenden Krankenversicherung besteht.

Gegenüber Arbeitnehmern erfüllen die öffentlichen Arbeitgeber ihre Fürsorgepflicht in Krankheits-, Pflege-, Geburts- und Todesfällen im Wesentlichen durch die Entrichtung des Arbeitgeberanteils zur gesetzlichen Krankenversicherung und zur sozialen Pflegeversicherung. Arbeitnehmer erhalten deshalb nur ergänzend Beihilfen, sofern sie einen entsprechenden tarifvertraglichen Anspruch besitzen.

 

Neben den anfallenden Beihilfeaufwendungen, die von den Mitgliedern im Erstattungswege oder in einem Umlageverfahren ausgeglichen werden, entstehen bei der Kasse Personal- und Sachkosten, die über eine Verwaltungskostenpauschale von den Mitgliedern abgegolten werden.

 

Die kvw-Beihilfekasse verzeichnet mittlerweile 390 Mitglieder. Davon sind über 150 Mitglieder gleichzeitig in der kvw-Beihilfeumlagegemeinschaft.

 

zur kvw-Beihilfekasse

Fakten zur kvw-Beihilfekasse

Grafik zur Entwicklung der Mitgliederzahlen in der kvw-Beihilfekasse (2000 - 2016)
Entwicklung der Mitgliederzahlen in der kvw-Beihilfekasse (2000 - 2016)
Grafik: Zusammensetzung der Mitglieder der kvw-Beihilfekasse nach Rechtsform
Zusammensetzung der Mitglieder der kvw-Beihilfekasse nach Rechtsform

kvw-Beihilfeumlagegemeinschaft

Zum 01.07.2011 wurde innerhalb der Beihilfekasse eine neue Finanzierungsgemeinschaft eingerichtet. Neben der bisherigen Erstattungsfinanzierung wird alternativ auch eine Umlagefinanzierung angeboten, in der die beteiligten Kommunen eine Solidargemeinschaft bilden und die Beihilfen gemeinschaftlich durch die Festsetzung von durchschnittlichen Beiträgen für die Umlagegruppen „Beamte und privat versicherte Angestellte“ sowie „Versorgungsempfänger“ finanzieren.

 

zur kvw-Beihilfeumlagegemeinschaft

Familienkasse

Die Kindergeldleistungen werden vom Lohnsteueraufkommen der Beamtenversorgung abgesetzt.

Die anfallenden Personal- und Sachkosten werden von den Mitgliedern über eine Verwaltungskostenpauschale abgegolten.

 

Die kvw-Familienkasse betreut mittlerweile 89 Mitglieder mit über 23.000 Zahlfällen.

 

zur kvw-Familienkasse

Haben Sie Fragen zur Refinanzierung der Beihilfe-/ Familienkasse?

Thorsten Gehling (0251) 591-4951 t.gehling@kvw-muenster.de

Refinanzierung Betriebsrente

kvw-Betriebsrente

Die Betriebsrente im Abrechnungsverband I (AV I) finanziert sich in einem gleitenden Abschnitts-deckungsverfahren und ist somit umlagefinanziert.

Neben dem umlagefinanzierten Abrechnungsverband I gibt es zudem einen kapitalgedeckten Abrechnungsverband II.

Zusatzversorgung – AV I

Die Betriebsrente im Abrechnungsverband I (AV I) finanziert sich in einem gleitenden Abschnittsdeckungsverfahren, das eine spezielle Form der Umlagefinanzierung darstellt. Dieses System ist im Kern ein Generationenvertrag, in dem die Zahlungen der heutigen Versicherten für die Zahlungen an die heutigen Rentenempfänger verwendet werden.

Zur Finanzierung der Pflichtversicherung zahlen alle Mitglieder im AV I Umlagen und Sanierungsgelder an die kvw. Damit die Ausgaben zu jeder Zeit gedeckt sind, wird deren erforderliche Höhe nach versicherungsmathematischen Grundsätzen alle drei Jahre ermittelt. Dabei wird ein unendlicher Deckungsabschnitt in den Blick genommen, der es ermöglicht, die Entwicklung der Auszahlungsverpflichtungen langfristig abzuschätzen und die erforderlichen Umlage- und Sanierungsgeldeinnahmen zu ermitteln.

 

Auf der Grundlage dieses Gutachtens hat der Kassenausschuss  in seiner Sitzung am 03.04.2017 beschlossen, für den Zeitraum 2018 bis 2020 den Umlagesatz bei 4,5% und den Satz für das Sanierungsgeld bei 3,25% der zusatzversorgungspflichtigen Entgelte zu belassen.

Rechtsformen im AV I

Der Abrechnungsverband I der kvw-Betriebsrente verzeichnet derzeit 751 Mitglieder mit - im Jahresdurchschnitt - 174.959 Versicherten.

 

Über die Hälfte der Mitglieder in diesem Abrechnungsverband sind sonstige juristische Personen des privaten Rechts; hierzu zählen z.B. GmbHs, eingetragene Vereine.

zur kvw-Zusatzversorgung

Neben den Umlageeinnahmen und den Einnahmen aus Sanierungsgeldern liefert der vorhandene Bestand des Deckungsvermögens Zinserträge aus der Anlage des Vermögens. Diese Erträge führen im Zeitablauf zu nennenswerten Entlastungen und damit zu einer Begrenzung des künftigen Umlagebedarfs (ohne Erträge aus dem Vermögensbestand würde sich der Umlagesatz knapp verdoppeln).

 

Das vorhandene Vermögen steht der kvw-Zusatzversorgung insgesamt zu, eine Individualisierung auf einzelne Mitglieder oder gar einzelne Versicherte ist diesem Finanzierungsverfahren fremd. Die Finanzierung im Rahmen der Solidargemeinschaft dient sowohl der angemessenen Absicherung des einzelnen Versicherten als auch der Verstetigung der Belastungen für die Mitglieder.

Zusatzversorgung – AV II

Neben dem umlagefinanzierten Abrechnungsverband I existiert in der Zusatzversorgung der kvw ein kapitalgedeckter Abrechnungsverband II.

Der Abrechnungsverband II ist, anders als der Abrechnungsverband I, nicht mehr mit Ansprüchen und Anwartschaften aus dem alten Gesamtversorgungssystem belastet. Für den zu entrichtenden Beitrag (z. Z. 6,50 % des zusatzversorgungspflichtigen Entgelts) werden in gleicher Höhe Anwartschaften auf Versorgung erworben. Das Leistungsrecht und die Rentenhöhe sind tarifvertraglich festgelegt und in beiden Abrechnungs-verbänden gleich. Die Mitglieder im AV II sind entweder neu gegründet worden oder von einer anderen Versorgungseinrichtung „unbelastet“ übernommen worden. Mitglieder, die vom Abrechnungsverband I in den Abrechnungsverband II wechseln möchten, müssen einen entsprechenden Ausgleichsbetrag an die kvw-Zusatzversorgung (AV I) zahlen, um die im Altsystem verbliebenen ungedeckten Belastungen abzudecken. Der Kassenausschuss hat am 28.11.2016 beschlossen, den Pflichtbeitragssatz ab dem 01.01.2018 in drei Stufen anzuheben; von 5,90 % auf nun 6,50 %. Ab 01.01.2019 beträgt der Pflichtbeitragssatz 6,70 % und ab dem 01.01.2020 dann 6,90 % der zusatzversorgungspflichtigen Entgelte.

Rechtsformen im AV II

Der Abrechnungsverband II der Betriebsrente verzeichnet derzeit 106 Mitglieder mit insgesamt 5.903 Versicherten.

 

Hier sind über 75 % der Mitglieder sonstige juristische Personen des privaten Rechts.

zur kvw-Zusatzversorgung

Haben Sie Fragen zur Refinanzierung der Zusatzversorgung?

Mechthild Hümke (0251) 591-3111 m.huemke@kvw-muenster.de
Helmut Thoms (0251) 591-3182 h.thoms@kvw-muenster.de