Häufig gestellte Fragen zur Betriebsrente

Wer bezahlt meine Betriebsrente?

Die Betriebsrente finanziert in der Regel Ihr Arbeitgeber.
Sie brauchen sich also am Aufbau Ihrer Betriebsrente nicht mit eigenen Beiträgen zu beteiligen.

Welche Rentenarten werden aus der kvw-Betriebsrente gezahlt?

Wir zahlen den Beschäftigten unserer Mitglieder drei unterschiedliche Rentenarten:

Altersrente

Erwerbsminderungsrente

Hinterbliebenenversorgung

Wann bekomme ich die Betriebsrente?

Um eine Betriebsrente zu erhalten, müssen Sie eine Versicherungszeit von mindestens 60 Kalendermonaten erfüllt haben (sog. Wartezeit).
Hier zählt jeder Kalendermonat, in dem Ihr Arbeitgeber mindestens für einen Tag Zahlungen an die kvw-Zusatzversorgung für Sie geleistet hat.
Zusätzlich muss der Versicherungsfall eingetreten sein. Diesen weisen Sie bitte durch die Vorlage einer vollständigen Kopie des Rentenbescheids der gesetzlichen Rentenversicherung nach.
Für Ihre Betriebsrente entnehmen wir hieraus einige Eckdaten z.B. des Start der Rentenzahlung.

Wie beantrage ich die Betriebsrente?

Sie sind bei uns pflichtversichert, stehen also noch im Arbeitsverhältnis Ihres öffentlich-rechtlichen Arbeitgebers und werden eine gesetzliche Rente beziehen:
Sobald Ihnen der Rentenbescheid der gesetzlichen Rentenversicherung vorliegt, gehen Sie bitte mit diesem Bescheid zur Personalabteilung Ihres Arbeitgebers. Dort liegen die Antragsvordrucke für Sie bereit. Ihr Arbeitgeber leitet dann das ausgefüllte Antragsformular zusammen mit einer Kopie Ihres gesetzlichen Rentenbescheides an uns weiter.
 

Sie sind bei uns beitragsfrei versichert, stehen also nicht mehr im Arbeitsverhältnis Ihres öffentlich-rechtlichen Arbeitgebers und werden eine gesetzliche Rente beziehen:
Sofern Ihr Arbeitsverhältnis vor Eintritt des Rentenfalles bereits beendet war, wenden Sie sich zur Beantragung Ihrer Betriebsrente bitte direkt an uns. Sie haben auch die Möglichkeit, sich den Antragsvordruck (PDF) direkt herunter zu laden. Angaben zum „Teil II – Vom Arbeitgeber auszufüllen“ brauchen nicht gemacht zu werden. Wir benötigen von Ihnen Ihren vollständigen Rentenbescheid des gesetzlichen Rententrägers mit sämtlichen Anlagen.
 

Sofern Sie nicht in der gesetzlichen Rentenversicherung versichert sind, stellen Sie bitte Ihren Antrag auf Betriebsrente spätestens bis zum Ende des 3. Kalendermonats nach Ablauf des Monats, in dem Sie die Anspruchsvoraussetzungen für einen Betriebsrentenanspruch erfüllen. Geht der Antrag später bei der kvw-Zusatzversorgung ein, kann Ihnen die Betriebsrente erst mit Beginn des Monats gewährt werden, in dem der Antrag bei uns eingegangen ist.

Gibt es Fristen für die Beantragung der Betriebsrente?

Der Anspruch auf Betriebsrente für einen Zeitraum, der mehr als zwei Jahre vor dem Ersten des Monats liegt, in dem der Antrag bei der Zusatzversorgungseinrichtung eingegangen ist, kann von Ihnen nicht mehr geltend gemacht werden.

Hierzu ein Beispiel:
Sie erhalten ab 01.01.2011 vom gesetzlichen Rententräger eine Altersrente. Der gesetzliche Rentenbescheid ging Ihnen bereits im Dezember 2010 zu. Erst jetzt wird von Ihnen die kvw-Betriebsrente beantragt. Der Antrag ging bei uns am 15.07.2013 ein.

Der Anspruch auf Betriebsrente besteht ab 01.07.2011. Für den Zeitraum vom 01.01.2011 bis 30.06.2011  ist der Rentenanspruch erloschen.
 

Bei Versicherten ohne gesetzliche Rentenversicherung gilt Folgendes:
Die Betriebsrente beantragen Sie bei unserer Kasse innerhalb von drei Kalendermonaten nach Vorliegen der Anspruchsvoraussetzungen für die Betriebsrente. Geht der Antrag später bei uns ein, zahlen wir die Betriebsrente erst ab dem Monat des Antragseingangs.
Weitere Informationen finden Sie hier.
 

Wie wird die Betriebsrente berechnet?

 

 

 

 

 

Abhängig von der Höhe ihres persönlichen Einkommens (zusatzversorgungspflichtiges Jahresentgelt) und ihrem Lebensalter (Altersfaktor) werden in jedem Kalenderjahr Versorgungspunkte berechnet.

Jeder Versorgungspunkt hat einen Gegenwert (Messbetrag) von 4,-€. Die Summe aller so ermittelten Jahresbeträge ergibt ihren Rentenanspruch.

Die Berechnung ist für Frauen und Männer gleich.

Muss ich bei einer vorzeitigen Inanspruchnahme meiner Rente mit finanziellen Abschlägen rechnen?

Wir orientieren uns bei der Berechnung der Rentenabschläge an den Vorgaben des gesetzlichen Rententrägers. Sofern also Ihre gesetzliche Rente durch einen Abschlag gemindert ist, wird dieser ebenfalls bei Ihrer Betriebsrente von uns berücksichtigt.

Die Abschläge betragen dauerhaft 0,3 % pro Monat der vorzeitigen Inanspruchnahme. Bei Ihrer kvw-Betriebsrente greift aber eine Deckelung bei höchstens 10,8 %. Mehr wird hier nicht abgezogen, auch wenn der gesetzliche Rententräger höhere Abschläge berechnet.

Haben die aktuellen (2014) Änderungen in der gesetzlichen Rentenversicherung Auswirkungen auf meine Betriebsrente?

Teile des im Juli 2014 in Kraft getretenen "neuen Rentenpakets" haben Auswirkungen auf Ihre Betriebsrente.

Die „Abschlagsfreie Rente mit 63“ ist in der betrieblichen Zusatzversorgung eine Kann“-Option, keine Verpflichtung. Bei vorliegendem Bescheid seitens des gesetzlichen Rentenversicherers, besteht auch in der betriebsrente ein Anspruch. (Solange die Tarifvertragsparteien nichts anderes vereinbaren.)

 
Der Anspruch besteht ab dem selben Monat, für den in der gesetzlichen Rentenversicherung Anspruch auf Vollrente wegen Alters besteht. Da die Rente in der gesetzlichen Rentenversicherung abschlagsfrei gezahlt wird, gilt diese Regelung auch für die Betriebsrente.

Was passiert, wenn die Wartezeit von 60 Umlagemonaten bei Eintritt des Versicherungsfalls nicht erreicht ist?

Wenn Sie die Wartezeit von 60 Umlagemonaten bis zum Eintritt des Versicherungsfalles nicht erreicht haben, besteht für Sie kein Anspruch auf Betriebsrente. Die vom Arbeitgeber gezahlten Umlagen verbleiben bei den kvw. Eine Erstattung an den Versicherten ist leider nicht möglich.

Kann ich mir meine Betriebsrente abfinden lassen?

Vor Eintritt des Versicherungsfalles ist eine Abfindung grundsätzlich nicht möglich.
Nach Eintritt des Versicherungsfalles finden wir Betriebsrenten, die einen Betrag von 30,45 € (2018)  nicht überschreiten, ab (§ 41 kvw-Satzung - siehe unten). Dies gilt jedoch nicht für zeitlich befristete Renten.

Wir berechnen den Abfindungsbetrag aus der monatlichen Bruttobetriebsrente und einem Faktor, der sich nach Ihrem Lebensalter zum Zeitpunkt des Rentenbeginns richtet.

Was muss ich beachten, wenn ich den Arbeitgeber wechsle? Was geschieht mit meinen Rentenanwartschaften?

Wenn Sie zu einem privaten Arbeitgeber wechseln, der keiner Zusatzversorgungskasse des öffentlichen Dienstes angehört, wird Ihre Versicherung bei der Zusatzversorgung beitragsfrei gestellt. Sie können die Versicherung in diesem Fall nicht fortführen. Der Wert Ihrer bereits erworbenen Anwartschaften bleibt erhalten. Im Rentenfall erhalten Sie aus der beitragsfreien Versicherung eine kvw-Betriebsrente, wenn Sie die Wartezeit von 60 Umlagemonaten erfüllt haben.

Wenn Sie zu einem anderen öffentlichen Arbeitgeber wechseln, der ebenfalls Mitglied einer Zusatzversorgungskasse des öffentlichen oder kirchlichen Dienstes ist, werden die hier erworbenen Anwartschaften auf die neue Zusatzversorgungskasse übergeleitet.

Wenn Ihr neuer Arbeitgeber Mitglied der Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder (VBL) ist, werden die Versicherungszeiten gegenseitig anerkannt, Anwartschaften jedoch nicht übergeleitet.

Die Überleitung können Sie mit dem Vordruck "Antrag auf Überleitung bzw. auf gegenseitige Anerkennung"  beantragen. Sie erhalten den Vordruck bei Ihrem Arbeitgeber oder können ihn mit dem o. g. Link aus dem Internet herunterladen.

 

Werde ich automatisch über meine Betriebsrentenanwartschaft informiert?

Sie erhalten nach Ablauf eines jeden Kalenderjahres und bei Beendigung des Beschäftigungsverhältnisses von uns einen Versicherungsnachweis. Dieser informiert Sie über Ihre bisher erworbene Betriebsrente und das von Ihrem Arbeitgeber gemeldete zusatzversorgungspflichtige Entgelt.

Bitte beachten Sie, dass  sich im Rentenfall Ihre Betriebsrente unter anderem durch Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge, gesetzliche Abzüge, Steuern, Kürzungen durch einen rechtskräftigen Eheversorgungsausgleich sowie Einkommensanrechnungen verringern kann.


Wenn Sie darüber hinaus noch Fragen zur Betriebsrente haben, rufen Sie uns gerne unter der Telefonnummer 0251/591 6749 an oder besuchen Sie uns in der Zumsandestraße 12 in 48145 Münster.

Wie kann ich meinen Versicherungsnachweis überprüfen?

Bitte prüfen Sie, ob auf dem Versicherungsnachweis Ihr Geburtsdatum richtig angegeben ist. Die Höhe Ihres zusatzversorgungspflichtigen Entgelts (Jahresbetrag) vergleichen Sie bitte mit Ihrer Dezember-Gehaltsabrechnung, die diese Angabe in der Regel enthält. Sofern Sie Abweichungen feststellen, setzen Sie sich bitte mit Ihrem Arbeitgeber in Verbindung.

In welcher Weise wird meine Elternzeit in der Betriebsrente berücksichtigt?

Während der Elternzeit ermitteln wir für Sie Versorgungpunkte aus einem fiktiven monatlichen Entgelt von 500,00 € und berücksichtigen dieses für maximal 36 Monate je Kind. Voraussetzung hierfür ist, dass ihr Arbeitsverhältnis während der Elternzeit ruht und Sie kein zusatzversorgungspflichtiges Entgelt erzielen.

Welche Auswirkungen haben eine Teilzeitbeschäftigung bzw. eine Altersteilzeitbeschäftigung auf meine Betriebsrente?

Durch eine Teilzeit- bzw. Altersteilzeitbeschäftigung verringert sich Ihr Einkommen. Das geringere Einkommen wirkt sich auf die Ermittlung Ihrer Versorgungspunkte aus.

Bei einer Altersteilzeit legen wir 90 % Ihres Einkommens im Vergleich zur Vollbeschäftigung für die Berechnung Ihrer Versorgungspunkte zugrunde. Durch die 90%ige Anrechnung des Einkommens ergeben sich für Sie nur geringe Einbußen bei Ihrer Betriebsrente.

Hierzu haben wir für Sie ein Beispiel:
Ein 55-jähriger Arbeitnehmer vereinbart Altersteilzeit. Der Jahresverdienst vor Beginn der Altersteilzeit beträgt 30.000 €. Während der Altersteilzeit werden 90 %, also 27.000 € an Entgelt berücksichtigt.
 

Es ergeben sich bei einer Altersteilzeit folgende Versorgungspunkte:
 

27.000 € : 12.000 € x 1,0 (Alterfaktor aus der Tabelle) = 2,25 Versorgungspunkte x 4 € Messbetrag = 9 € für das Versicherungsjahr


Ohne Altersteilzeit hätte sich bei einem Einkommen von 30.000 € eine Betriebsrente in Höhe von 10 € für das Versicherungsjahr ergeben.

Kann ich durch eigene Beiträge meinen Betriebsrentenanspruch erhöhen?

Sie können Ihren Betriebsrentenanspruch aus der Pflichtversicherung nicht durch eigene Beiträge aufstocken.

Sie haben aber die Möglichkeit durch die PlusPunktRente im Rahmen der Entgeltumwandlung oder Riesterrente Ihre kvw-Betriebsrente optimal zu ergänzen und die staatliche Förderung zu nutzen.

Lassen Sie sich ein unverbindliches Angebot von uns erstellen. Wir beraten Sie gern.

Warum weicht im Gehaltsnachweis das zusatzversorgungspflichtige Entgelt vom sozialversicherungspflichtigen Entgelt ab?

In der Regel ist das zusatzversorgungspflichtige Entgelt niedriger als das sozialversicherungspflichtige Entgelt. Das liegt daran, weil z. B. Urlaubsgeld, vermögenswirksame Leistungen usw. zwar zum sozialversicherungspflichtigen, aber nicht zum zusatzversorgungspflichtigen Entgelt zählen

Für Fragen zu unserem Versicherungsnachweis:

FAQ`s für den Versicherungsnachweis

Haben Sie noch Fragen? - Schreiben Sie uns gerne eine E-Mail...



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Zur Erfüllung der den kvw übertragenen Aufgaben werden personenbezogene Daten unter Einhaltung der datenschutzrechtlich relevanten Bestimmungen verarbeitet. Informationen zum Datenschutz und Ihren damit verbundenen Rechten entnehmen Sie bitte der folgenden Internetseite unter https://www.kvw-muenster.de/datenschutz-hinweise. Auf Wunsch senden wir Ihnen diese Hinweise auch gerne per Post zu.

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